Ein Mann (Clovis Cornillac) und eine Frau (Mélanie Bernier) leben in unmittelbarer Nachbarschaft. Ihre Appartements sind nur durch eine Wand getrennt - aber diese ist leider viel zu dünn. So bekommen sie alles mit, was der andere tut - und stören sich dabei gegenseitig, denn sie sind grundverschieden.

Die Nachbarin ist eine leidenschaftliche Pianistin, die täglich mehrere Stunden an ihrem Flügel probt, der Nachbar hingegen ein Erfinder, der Ruhe für die Entwicklung seiner Innovationen braucht. So kommt es, wie es kommen muss: nämlich zu einem turbulenten Nachbarschaftskrieg, bei dem sich beide ständig zu behaupten versuchen.

Doch mit der Zeit finden die beiden heraus, dass sie sich trotz ihrer unterschiedlichen Lebensstile gegenseitig anziehen und Gefühle kommen ins Spiel.

Gute Balance

Die französische Komödie bietet genau die richtige Mischung aus Streit, Humor und Romantik. So wird der Disput witzig, aber nicht zu übertrieben dargestellt, und auch die Liebesgeschichte ist nicht mit Kitsch überladen. Der Zuschauer fiebert unablässig mit den Protagonisten mit, möchte, dass sie einander kennenlernen.

Dabei kommt allerdings die Frage auf, warum sie ihr Kennenlernen derart kompliziert gestalten. Sie kommunizieren zunächst nur durch die Wand, anstatt sich einfach zu treffen. Dadurch entsteht aber wiederum eine gewisse Spannung, der sich der Zuschauer nicht entziehen kann.

Der Streifen zeichnet sich zudem durch seine interessante Kameraführung aus, die einem die Fähigkeit verleiht, durch Wände schauen zu können. Die gewählte Perspektive stellt die Geschehnisse in den Wohnungen gleichzeitig dar, und kontrastiv gegenüber.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Mit dem Herz durch die Wand":