Welche Geschichte würde ein Geldschein erzählen, wenn er sprechen könnte? Wovon träumen Fahrkartenkontrolleurinnen? Was passiert, wenn zwei Männer feststellen, dass sie dieselbe Frau geliebt haben? Was erlebt der Junge, der das Dienstmädchen mit ihrem Liebhaber erwischt? Und was hat die Sonnenfinsternis mit alldem zu tun? Dies ist das fiktive Porträt einer Stadt oder das Porträt einer fiktiven Stadt, der Stadt, die sich jeder erträumt, und des Traums, den jede Stadt darstellt.

"München - Geheimnisse einer Stadt", von Regisseur Dominik Graf und Filmkritiker und Autor Michael Althen (der 2011 im Alter von nur 48 Jahren einer Krebserkrankung erlag) aufgespürt, war eines der Highlights des Filmfestes München 2000 und läuft seitdem en suite und mit großem Zuspruch in einem Münchner Kino. Die BR-Koproduktion ist eine Collage aus Erinnerungen, fiktiven Geschichten, Biografien und Träumen, Archivmaterial und neu gedrehten Szenen, ein Essay über das Leben in Städten, eine Liebeserklärung an München und alle anderen Städte. Das Team Graf/Althen hat schon einmal zusammengearbeitet. Ihr Robert-Graf-Portät "Das Wispern im Berg der Dinge" gewann 1999 einen Adolf-Grimme-Preis.

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