Eine zufällige Melange von ausgegrenzten Verlierern der Gesellschaft in Zeiten von Hartz IV und dem Abbau des Sozialstaates: Der Säufer, die Kranke, der Profitler, die Träumerin. Abgewickelte, Abgestürzte, Verführte, Gescheiterte und Chancenlose, die ihren Lebenssinn verloren haben. Keiner hat Arbeit, kaum einer Geld und niemand eine Zukunft. Die Bewohner kreisen in diesem eigenen Kosmos beständig um sich selbst. Hierarchiebildungen, Allianzen und Beziehungen werden geknüpft und wieder gelöst, neu zusammengesetzt in einem ewigen Kreislauf des vermeintlich Unausweichlichen.

Regisseur Hardi Sturm ("Up! Up! To the Sky") hat aus der 1901 geschriebenen Vorlage von Maxim Gorki durch Kürzungen, Verschmelzungen von Figuren und durch veränderte räumliche Kontexte die Grundlage für diesen Theaterfilm entwickelt. Gedreht wurde auf dem Gelände des ehemaligen Militärflughafens in Neuhardenberg, auf dem ein fast schon hermetisch geschlossenes, außerhalb der Welt liegendes Nachtasyl entstand, das zeigt, dass Gorkis bekanntestes Stück bis heute nichts an Aktualität verloren hat.

Foto: ZDF/Oliver Polich