"Nanuk, der Eskimo", ein Meilenstein in der Geschichte des Dokumentarfilms. Zwei Jahre lang hatte Robert Flaherty (1894 - 1951) in der Arktis gelebt, bevor er den Eskimo Nanuk und dessen Familie zu den Helden seines Films machte. Er beobachtete ihren Alltag mit der Kamera, zeigte sie bei ihrer Jagd auf Fische und Seehunde, beim Bau des Iglus, beim Fellhandel, bei der Erziehung der Kinder und der Aufzucht der Schlittenhunde, zeigte sie, wenn sie lachten - und das taten sie oft -, aber auch, wenn sie traurig waren.

Flahertys Bilder zeugen von der Härte des Lebens in der kargen, faszinierenden und gefährlichen Schönheit der Eislandschaft und vom unzerstörbaren Optimismus dieser fröhlichen Menschen. Der Regisseur überließ es Nanuk und den Seinen, sich darzustellen, und ging trotzdem dabei über die reine Ablichtung hinaus, wenn es galt, die Realität freizulegen. Besonders Flahertys dynamische Kameraarbeit und die sensibele Beobachtungsgabe revolutionierten den Dokumentarfilm. Die Originalmusik von Stanley Silverman wurde vom Tashi Ensemble unter Leitung von Peter Serkin eingespielt. Die englischen Zwischentitel sind deutsch eingesprochen.