Der 1928 in Philadelphia geborene Noam Chomsky gilt als einer der engagiertesten und kritischsten Intellektuellen unserer Zeit. Seit 1961 als ordentlicher Professor für Linguistik und Philosophie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge/Massachusetts, kritisiert er seit dieser Zeit die US-Außenpolitik aufs Schärfste. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist sein Ansehen und seine Bedeutung noch einmal gestiegen, denn er lieferte den beunruhigten Menschen in der ganzen Welt die notwendigen Analysen und historischen Perspektiven. "Power and Terror" ist die Chronik einer Reihe von Gesprächen, die Chomsky in Kalifornien und New York im Frühjahr 2002 führte, kombiniert mit einem Interview in seinem Büro in Cambridge.

Wie Chomsky es seit dem 11. September unzählige Male getan hat, bringt er die Terroranschläge in Zusammenhang mit denAuslandsinterventionen der USA in Vietnam, Mittelamerika, dem Mittleren Osten und anderswo. Begründet auf dem Prinzip, dass Gewaltausübung gegen Zivilbevölkerung Terror ist, ungeachtet ob die Täter eine gut organisierte Bande von muslimischen Extremisten sind oder der mächtigste Staat der Welt, fordert Chomsky die USA auf, ihre Taten den moralischen Standards zu unterziehen, die sie selbst von anderen verlangen. Ein spannender Dokumentarfilm und wichtiges Zeitdokument.

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