Die junge afrikanisch-stämmige Schülerin Géraldine, genannt Jim, lebt in der Nähe von Paris. Trotz liebevoller Adoptiveltern und Freunde hört sie eines Tages auf zu essen und zieht sich von allen zurück. Als ihr Zustand alarmierend wird, kommt sie zur psychiatrischen Behandlung in eine Spezialklinik und stürzt in eine noch tiefere Einsamkeit. Einzig die Ausreißerin Marie scheint ihre Ängste zu teilen. Eingeschlossen in der Stille, begibt sie sich auf eine weite Fantasiereise nach Island, die Heimat ihres Idols Björk...

Das Drama überzeugt vor allem dank der wunderbar agierenden Laiendarsteller. Regisseur Bruno Nuytten, geboren 1945, begann seine Karriere als Kameramann. 1976 gewann er den César für die beste Kamera in "Unser Weg ist der beste" von Claude Miller und in "Barocco" von André Téchiné. In Cannes wurde er 1982 mit " Einladung zu einer Reise" von Peter Del Monte für die beste künstlerische Leistung ausgezeichnet. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Claude Berri bescherte ihm 1983 einen César für "Tchao pantin" und 1986 einen BAFTA Film Award für "Jean de Florette". Seit 1986 realisiert er Filme nach eigenen Drehbüchern, darunter auch den mit dem César gekrönten "Camille Claudel", in dem seine langjährige Lebenspartnerin Isabelle Adjani die Hauptrolle spielt.