Ein religiös motivierter Serienmörder vergällt den Kölnern die Vorfreude auf den Karneval. Einen Tag vor Beginn der tollen Tage gelingt es der Sonderkommission unter Leitung von Jupp Schatz, den "Priester" zu fangen. Alle atmen auf - zu früh wie sich zeigt. Der Alptraum beginnt von neuem, ausgerechnet am Rosenmontag...

Die Macher der neuen Krimiserie hatten sich rheinisches Lokalkolorit auf ihre Fahnen geschrieben und die Auftaktstory fünf Wochen vor Rosenmontag im Kölner Karneval angesiedelt. Damit lag man voll im Trend, machte aus der Not eine Tugend: Die sich angesichts der Krimi-Schwemme immer ähnlicher werdenden Geschichten werden hier ganz einfach in eine bekannte Region projeziert - alter Wein in neuen Schläuchen: die SK-Babys ermitteln in Berlin, das "Polizeirevier" liegt in Hamburg, Schimanski fühlt sich in Duisburg am wohlsten, jetzt also einmal mehr Köln, wo schon Willy Millowitsch als Kommissar Klefisch seine Arbeit "auf gut Kölsch" erledigte. Sein "Baby"-Serien-Kollege heißt Kriminalhauptkommissar Jupp Schatz (Uwe Fellensiek). Ein "Schimanski"-Typ mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn, der zuerst handelt, dann denkt und mit unkonventionellen Ermittlungsmethoden arbeitet. Trotzdem: "Es geht nicht in erster Linie darum, eine klassische, actiongeladene Ermittlungsstory zu erzählen", sagte SAT.1-Eigenproduktions-Leiter Mario Melzer seinerzeit, "sondern um die Darstellung der Kölner Identität und Mentalität." Dafür wurden im Pilotfilm mit Hans Willy Fahnenbruck und Roland Pilot sogar zwei leibhaftige Vertreter des Kölner Dreigestirns 1998 verpflichtet. Beide dürfen einen ganzen Satz sprechen, nicht bloß: Kölle Alaaf!