Simon Larsson wächst mit seinen fürsorglichen Eltern Karin und Erik in der Nähe von Göteborg auf. Während ihn der Vater am liebsten zu einem bodenständigen Handwerker machen möchte, entdeckt Simon seine Liebe zur Literatur. Dank der Unterstützung seiner Mutter besucht Simon schließlich die höhere Schule in der Stadt. Hier freundet er sich mit Isak, dem Sohn des reichen, jüdischen Buchhändlers Lentov an. In diesem findet Simon unerwartet einen Freund und Förderer ...

Vor dem Hintergrund des sich in Europa mehr und mehr ausbreitenden Nationalsozialismus und dem damit aufziehenden Zweiten Weltkrieg erzählt die Regisseurin Lisa Ohlin zwar eine packende Geschichte über die Selbstfindung eines jungen Mannes (die Vorlage der schwedischen Autorin Marianne Fredriksson ist ein Bestseller), begeht aber inszenatorische Kardinalfehler. Der Schlimmste: Während in der Erzählung nur wenige Jahre vergehen, sind die Darsteller der beiden Jungen plötzlich erwachsene Männer. Ein Bruch, der sich nicht wieder kitten lässt.



Foto: farbfilm/FFV/SKF/Roeder