Martin und Nina Seibt wollen sich scheiden lassen. Doch zuvor brechen sie zu einem letzten gemeinsamen Urlaub mit ihrer Tochter Svenja auf. Ihr Ziel: die Sahara. Doch dort beginnt bei einem Tagesausflug ein nicht enden zu wollener Albtraum. Die drei werden zusammen mit einer Gruppe deutscher Touristen von Nomaden entführt. Die schwer bewaffneten Geiselnehmer verschleppen ihre eingeschüchterten Geiseln in ein abgelegenes Tal, wo sie bald dem Anführer Souleyman begegnen ...

Entführungen von Touristen sorgen immer wieder für reichlich Wirbel im Blätterwald, man erinnere sich nur an die Geschehnisse 2003, als 31 Touristen von Kriminellen entführt und erst gegen hohe Lösegeldforderungen freigelassen wurden. Eine ähnliche Geschichte erzählt Regisseur und Drehbuchautor Thorsten Näter ("Polizeiruf 110 - Fehlschuss") in seinem schematischen Thriller, in dem er mächtig dick aufträgt. Welches Paar etwa, das sich scheiden lassen will, fährt noch einmal gemeinsam in Urlaub? Flucht kommt auch vor, natürlich werden die Geiseln wieder eingefangen und am Schluss gibt's dann auch noch den großen Befreiungs-Showdown. Die gewohnte Qualität von Näters Regie ist leider nur ab und an zu erkennen.

Foto: ZDF/Boris Guderjahn