Miriam Acelia Torres Santos, Chemielehrerin im Ruhestand, lässt den Zuschauer Teil haben an ihren Beobachtungen der vergangenen 50 Jahre der Revolutionsgeschichte Kubas. Über sieben Jahre lang begleitete Regisseur Renato Martins sie und ihre Familie, die aus vier Generationen besteht, und in der jedes Familienmitglied eine ganz andere Sicht auf Kuba, die Revolution und die aktuelle Entwicklung hat. Was ist aus den Anliegen, Träumen und Hoffnungen der Revolution geworden? Was wird die Zukunft bringen?

Mehr als 50 Jahre nach der Kubanischen Revolution steht das Land still. Es ist weit entfernt von der Verwirklichung der Träume und Hoffnungen, die einst die Revolution in Gang setzte. Doch während das Land verharrt, bleibt die Bevölkerung in Bewegung und trotzt den widrigen Lebensumständen. Renato Martins dokumentiert den grenzenlosen Patriotismus, den die Kubaner für ihr Land empfinden. Der brasilianische Dokumentarfilmer hat aus historischem Bildmaterial, Super8-Filmen und Amateurvideo-Footage sowie aktuellem Material ein bewegendes - aber komplett wertfreies - Zeitdokument geschaffen. Sein Langfilmdebüt ist nicht nur eine beeindruckende Langzeitstudie über eine kubanische Familie, sondern auch das Porträt eines ungewöhnlichen, rätselhaften und mythischen Landes.

Foto: farbfilm