1998 verstarb der Regisseur Ulrich Schamoni, 1962 Mitunterzeichner des Oberhausener Manifests und damit Mitbegründer des Neuen Deutschen Films. Mit Filmen wie "Es" (1966) oder "Chapeau Claque" (1974) zeigte er neue Wege auf, ging weg von "Opas Kino" und dem damit verbundenen Heimatfilm, erzählte gewöhnliche Geschichte meist recht ungewöhnlich. Drei seiner Filme drehte er etwa im eigenen Berliner Haus, spielte aus Geldmangel oft sogar auch die Hauptrolle.

Dieses persönliche Porträt stellte Schamonis Tochter, die Fotografin Ulrike Schamoni, aus den Filmtagebüchern des Vaters zusammen. Als er schwer an Leukämie erkrankte, filmte Ulrich Schamoni sein Leben, bis kurz vor seinem Tod im März 1998. Aus diesem Material und aus dokumentarischen Werken sowie Szenen aus seinen Filme bastelte Ulrike Schamoni diese Chronik eines ungewöhnlichen Filmemachers, die sich Filminteressierte unbedingt ansehen sollten.



Foto: Central