Nach dem tragischen Unfalltod ihres 18-jährigen Sohnes reist Manuela von Madrid nach Barcelona, um den Vater ihres Kindes zu suchen. Dort angekommen beginnt für Manuela eine schmerzhafte Zeit der Erinnerungen. Da sie weiß, dass ihre einstige Liebe ein Transvestit ist, versucht sie ihr Glück in der Schattenwelt Barcelonas. Dabei trifft sie die sozial tätige Nonne Rosa, die nicht nur schwanger sondern auch HIV-positiv ist ...

Trotz vieler komischer Momente taucht Almodóvar auch hier wieder in dramatische Gefilde und zeigt das tragische Schicksal einer Frau. Auch wenn hier bekannte Ingredienzien - Sub-Kultur, Transvestiten, Frauen - präsentiert werden, in der Form hat man sie bei dem einstigen enfant terrible des spanischen Films noch nicht gesehen. Mit ungemein großer Sensibilität zeichnet Almodóvar hier Charaktere, deren unterschiedliche Schicksalsschläge bei dem Zuschauer wahre Sturzfluten von Tränen verursachen. Ein emotionaler Film, der mit einem Wechselbad der Gefühle den Zuschauer schnell in seinen Bann zieht, und der vollkommen zu Recht den Oscar und den Golden Globe für den besten nichtenglischsprachigen Film erhielt.

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