Bevor der Niederländer Anton Corbijn Filmemacher wurde – er inszenierte "Control", die Geschichte des Joy Division-Sängers Ian Curtis, und "The American" mit George Clooney – machte er sich einen internationalen Namen als Fotograf. Vor seiner Linse posierte fast alles, was in der Pop-Musik Rang und Namen hat: Johnny Cash, Depeche Mode, R.E.M, The Rolling Stones, U2, Nirvana und Herbert Grönemeyer. Über den Sohn eines Pfarrers indes, der meist scheu hinter der Kamera stand, weiß man wenig. Dies ändert nun diese Dokumentation.

Auch wenn man über den öffentlichkeitsscheuen Künstler Anton Corbijn eine Menge erfährt, ihn nicht nur bei einigen Foto-Shootings sondern etwa auch bei den Dreharbeiten mit Clooney sieht, ist dies keine besonders gute Dokumentation der Regisseurin Klaartje Quirijn. Da das gefilmte Material meist derart schlecht ist, hofft man permanent darauf, wieder Fotografien von Corbijn gezeigt zu bekommen. Hier gilt eindeutig: weniger wäre mehr gewesen.



Foto: mindjazz pictures