Irgendwo in einem dichten Wald bricht ein verwundeter Samurai vor dem Tor eines mysteriösen Tempels zusammen. Als er wieder erwacht, traut er seinen Augen nicht: Er kann keine Wunden mehr an sich entdecken und sein Gastgeber lädt ihm zum Verweilen ein. Erst nach einem opulenten Essen rückt dieser mit der Sprache heraus und schnell stellt sich heraus, das der wundersam Mensch "Aragami" ist, der schreckliche Gott des Krieges. Der Samurai begreift zunächst nicht, worum es Aragami geht. Er möchte von seinem Gast getötet werden, um ihn von seinem ewigen und leidvollen Leben zu erlösen. Das ist der Auftakt zu einem Kampf auf Leben und Tod...

Der Samurai- und Schwertfilm hat nicht erst seit Akira Kurosawa eine lange Tradition in Japan. In dieser Tradition bewegt sich auch der japanische Independent-Filmer Ryuhei Kitamura ("Versus"), dessen düsteres Genrewerk 2003 bei dem Festival des fantastischen Films in Brüssel mit dem Goldenen Raben ausgezeichnet wurde. Bemerkenswert ist der Hintergrund dieser Regiearbeit, die aus einem filmischen Kräftemessen mit dem ebenfalls bekannten Regisseur Yukihiko Tsutsumi entstand, der für diesen Wettstreit den Thriller "2LDK" inszenierte. Beide Regisseure erhielten die Aufgabe, den erbitterten Todeskampf zweier Charaktere auf begrenztem Raum und unter den selben Produktionsbedingungen zu inszenieren. Kitamuras Werk besticht durch außergewöhnliche Kamerafahrten und schnelle Schnitte, richtig spannend wird es aber erst am Schluss, wenn sich die beiden Kämpfer zum großen Showdown treffen.

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