Sie war diejenige, die 1968 den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger auf einem CDU-Parteitag öffentlich ohrfeigte und als ist "Nazi" beschimpfte: Beate Klarsfeld. Mit dieser Aktion wurde sie weltberühmt, von deutschen Gerichten verurteilt und von Personen des öffentlichen Lebens wie etwa Schriftsteller Heinrich Böll ausdrücklich für ihr bemühen, Nazis ausfindig zu machen, hoch gelobt. Ihr ist es letztendlich auch zu verdanken, dass sich etwa Klaus Barbie für seine Nazi-Taten vor Gericht verantworten musste.

In ihrer Dokumentation zeigt Hanna Laura Klar – sie hat zuvor schon Dokus etwa über die Geschwister Scholl oder über Elfriede Jelinek gedreht – mit Beate Klarsfeld eine engagierte Kämpferin für Gerechtigkeit, durchleuchtet kurz die Biografie der Klarsfeld, zeigt die auch persönliche Bedeutung der Ohrfeige sowie die Jagd nach auf freiem Fuß befindlichen Nazi-Verbrechern, die sie gemeinsam mit ihrem Mann Serge Klarsfeld, französischer Jude und Überlebender des Holocaust, betrieb. Ein spannendes Personen- und Zeit-Dokument!

Foto: Edition Salzgeber