Am 13. August 1961 begann der Bau der Berliner Mauer. Das 43 Kilometer lange Monstrum aus Stahl, Stacheldraht und Beton teilte nicht nur eine Stadt, es wurde auch zum Sinnbild für die Spaltung Deutschlands, Europas und der Welt. Sie trennte Familien und Freunde, kostete viele Menschen das Leben, die der SED-Diktatur entfliehen wollten. Sie alle einte allein die Hoffnung, dass sie eines Tages wieder eingerissen wird. Doch das machtlose Entsetzen wich bald einem Durchhaltewillen, wie er schon während der Berlin-Blockade die Einwohner der Millionenstadt charakterisierte. Die Bürger holten Fotoapparat und Filmkamera aus ihren Schränken und hielten die Ereignisse im Bild fest ...

Das Filmemacher-Duo Claus Oppermann und Gerald Grote erzählen mit bislang unveröffentlichten Bild- und Tondokumenten die Geschichte der Berliner Mauer und der Teilung Berlins aus der Sicht der einfachen Menschen, die mit ihrem eigenen Fotoapparaten und Filmkameras die Zeit des Kalten Krieges noch einmal lebendig werden lassen. Zunächst noch in ruckeligen Schwarzweiß-Aufnahmen, später dann auch in Farbe, entstand so eine sehenswerte Dokumentation, die berührt, aber auch bedrückt.



Foto: ImFilm