Während in Westdeutschland 1968 die Studentenunruhen und die sexuelle Revolution toben, ist es rund um den Ostberliner Boxhagener Platz recht ruhig. Der zwölfjährige Holger wundert sich zwar, dass seine Oma Otti gleich von mehreren älteren Herren umgarnt wird, obwohl ihr sechster Ehemann noch lebt. Als dann aber eines Morgens einer dieser Verehrer, der Altnazi und Fischverkäufer Winkler, ermordet in seinem Laden liegt, erwacht in Holger der Hobbydetektiv. Hat der Ex-Spartakuskämpfer Karl, der ebenfalls der Oma nachsteigt, seine Finger im Spiel? Als Holger zuviel verrät, bringt er ungewollt den netten Karl in große Gefahr ...

Regisseur Matti Geschonneck wuchs selbst am Boxhagener Platz auf und hat sich wohl deshalb das gleichnamige Romandebüt von Torsten Schulz vorgenommen. Mit eher TV-mäßigen Bildern überzeugen hier hauptsächlich die Darsteller, die die Geschichte oft mit trockenem Humor präsentieren. Leider haben sich auch ein paar Längen eingeschlichen. Dennoch ist dies ein durchaus charmanter Rückblick.

Foto: WDR/© CWP Film/Volker Roloff