Weihnachten 1960 in Quebec: Hier erblickt Zachary das Licht der Welt. Als zweitjüngstes Kind unter vier ungleichen Brüdern scheint er so gar nicht in die bürgerliche Vorstadtfamilie Beaulieu zu passen. Für die fromme Mutter ist Zac mit einer besonderen Begabung gesegnet und auch der engstirnige Vater ist maßlos stolz auf seinen schmucken Zögling, der eine idyllische Kindheit verlebt. Doch mir Beginn der Pubertät ist das schnell vorbei, der Vater geht auf Distanz und Zac macht die ersten Erfahrungen mit Liebe, Sex und Drogen. Für ihn beginnt eine Zeitreise durch Mode, Musik und Lebensgefühl der Siebzigerjahre - immer auf der Suche nach sich selbst...

Ein brillant inszeniertes und gespieltes Drama über das Erwachsenwerden in den Sechziger- und Siebzigerjahren von Jean-Marc Vallée. Der Regisseur setzte das bewegende Stück Kino nach dem Drehbuch seines Mitautors François Boulay in Szene, der damit eigene Erinnerungen und Erlebnisse verarbeitete. Der mit insgesamt zehn (!) Genie-Awards (der kanadische Oscar) ausgezeichnete Film schildert mit wehmütigem Humor und der nötigen Tiefgründigkeit das Schicksal des jungen Zac, hervorragend verkörpert durch Marc-André Grondin. Klasse auch die Darstellung des liebevoll-strengen Vaters durch Michel Coté. Nicht nur diejenigen, die selbst in den Jahrzehnten groß geworden ist, werden diese herzerfrischende Zeitreise durch das Lebensgefühl, die Mode und die Musik der Sechziger und Siebziger geniessen. Unbedingt anschauen!

Foto: Concorde