Das Restaurant "Césars Grill" in Ecuador ist seit Jahrzehnten der Mittelpunkt des Lebens von Besitzer César Aguirre. Einst hatte er gewünscht, dass Sohn Dario sein Nachfolger werden würde. Doch der druchkreuzte die Pläne des Vaters, wanderte nach Deutschland aus, studierte visuelle Kommunikation an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und wurde Autor, Regisseur und Cutter. Doch dann plötzlich erreicht Dari ein Telefonanruf aus der Heimat, es ist sein Vater, der ihn zum ersten Mal anruft, um ihm mitzuteilen, das sein Restaurant in ersten finanziellen Schwierigkeiten steckt. Kurzerhand entschließt sich Dario, in die Heimat zu reisen, um dem Vater zu helfen ...

"Césars Grill" ist nicht nur die Geschichte eines kleines Restaurants in Ecuador, sondern auch die der vorsichtigen Annäherung zweier vollkommen unterschiedlicher Männer. Mit augenzwinkerndem Humor, gelungenen Gesangseinlagen aber auch mit Ernsthaftigkeit setzt sich Regisseur und Drehbuchautor Dario Aguirre mit der eigenen Vergangenheit und Gegenwart auseinander, zeigt die Spannungen zwischen Vater und Sohn, die sich zunächst nur vordergründig in der Tatsache spiegeln, dass Dario in Deutschland zum Vegetarier wurde, sein Vater jedoch schon immer von Fleisch begeistert war. Vielmehr stellt Aguirre zwei vollkommen unterschiedliche Lebensentwürfe vor, die nur schwer zu vereinbaren sind. Darüber hinaus ist "Césars Grill" eine atmosphärisch dichte Hommage an die Heimat des Regisseurs, die stellenweise etwas straffer inszeniert sein könnte.



Foto: Filmtank Audience