Wieder einmal fliegt der nicht gerade pflegeleichte Charlie Bartlett von einer teuren Privatschule. Seine ziemlich überforderte Mutter schickt ihn nun auf eine ganz gewöhnliche öffentliche Schule. Doch Charlie ist keinesfalls auf den Kopf gefallen, bekommt aber Medikamente gegen seine psychischen Probleme. Auf der Schultoilette eröffnet er eine Psychotherapeutenpraxis und reicht seine Medikamente gewinnbringend weiter. Dabei geht ihm allerdings schon bald ein weiteres Licht auf: was seine Mitschüler mehr als bunte Pillen brauchen, ist tatsächlich jemand, der ihnen zuhört...

Mit einer deftigen Prise schwarzen Humors erzählt hier Regisseur Jon Poll von den Unzulänglichkeiten des amerikanischen Erziehungs- und Schulsystems, dessen Psychotherapien nicht auf Zuwendungen bauen, sondern nur Prosac, Retalin oder Haldol verabreichen. Dank der starken Darsteller – allen voran Hauptdarsteller Anton Yelchin und Robert Downey jr. als Schulleiter – kam dabei ein unterhaltsamer, zum Glück politisch inkorrekter Film heraus.

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