Im Jahre 1986 wird ein Aidskranker in ein New Yorker Krankenhaus eingeliefert. Es handelt sich dabei um den Rechtsanwalt Roy Marcus Cohn, der in den 50er Jahren als eiserne rechte Hand des Senators Joseph McCarthy bekannt war. In seinen Fieberträumen wird die Vergangenheit noch einmal lebendig: Als junger Mann tritt Roy in die Fußstapfen seines Vaters, jedoch ohne dessen hohe moralische Ansprüche zu übernehmen. Ihm geht es nur um Macht und Prestige. In einem fragwürdigen Indizienprozess 1951 überführt Cohn, der selbst jüdischer Abstammung ist, ein jüdisches Ehepaar der Spionage für Russland. Die beiden werden zum Tode verurteilt. In den frühen 50er Jahren schließt sich Roy dem Team von Senator McCarthy an und hat bald den Ruf eines gnadenlosen Kommunistenjägers...

Mit einem brillanten Hauptdarsteller gelang Regisseur Frank R. Pierson nach der Biografie von Nicolas von Hoffman das beeindruckende Porträt eines Macht bessenen Menschen, der keinerlei Rücksicht auf das Leid oder Schicksal anderer Menschen nahm und stets auf den eigenen Vorteil bedacht war. Dass Cohn seinen homosexuellen Neigungen frönte, verschwieg er gekonnt.