Als sich im Haus der Familie Perron seltsame Vorkommnisse häufen, sind sich alle Familienmitglieder sicher, dass es im Heim nicht mit rechten Dingen zugeht und eine Art Geist sein Unwesen treibt. Die Eheleute Roger und Carolyn wollen dem unheimlichen Spuk ein Ende bereiten und engagieren die international bekannten PSI-Wissenschaftler und selbsternannten Dämonologen Ed und Lorraine Warren. Lorraine wird schnell klar, dass hier eine hasserfüllte Macht am Werke ist, die sich nicht so ohne weiteres vertreiben lässt ...

Eigentlich erzählt Regisseur James Wan mit diesem Werk eine absolut genretypische, schon vielfach verfilmte Gruselgeschichte vom dämonischen Bösen in den vier Wänden. Doch was er daraus macht, hat einen derart extremen Gänsehauteffekt, dass selbst Hartgesottenen das Blut in den Adern zu gefrieren droht. Zugegeben: einige Schockmomente sind zwar die üblichen (das plötzliche Auftauchen des Bösen wirkt immer und lässt Leute zusammenzucken), aber die Herangehensweise und das Mitfühlen sind hier besonders gelungen. Auch wenn das Brandzeichen "Nach einer wahren Geschichte" meist nur nervt, hier trifft es ausnahmsweise einen Nerv - manchmal gar bis ins Mark. Endlich einmal ein Werk, das die Bezeichnung "Schocker" tatsächlich verdient hat. Das honorierte auch das US-Publikum, denn "Conjuring - Die Heimsuchung" platzierte sich am Startwochenende unerwartet an die Spitze der US-Kinocharts.



Foto: Warner