Der 20-jährige Mike teilt sich mit seinem besten Freund Dustin eine Wohnung in einer Rostocker Plattenbausiedlung. Ansonsten hat er kaum Kontakte. Mit Dustin sitzt er abends oft auf dem Dach, schaut aufs Meer, raucht einen Joint und sortiert Hehlerware. Doch sein Leben ändert sich, als er bei einem weiteren Einbruch von Konrad Böhm erwischt wird. Denn der charismatische Geschäftsmann nimmt sich Mike an und zeigt ihm die Welt internationaler Lobbyisten und ehemaliger DDR-Geheimdienstler, die alte Kontakte mittlerweile geschickt für gewinnbringende Geschäfte einsetzen. Einmal neugierig geworden, kann sich Mike der faszinierenden Parallelwelt nicht entziehen – mit ungeahnten Folgen ...

Wäre nicht die billig aussehende Inszenierung und ein paar Längen, man hätte es mit einer spannenden Geschichte zu tun, auch wenn gegen Ende das Ganze leider allzu sehr von der spannenden Ex-Geheimdienstwelt abrückt und immer stärker zu persönlichen Drama wird. Jungfilmer Marc Bauder zeigt nach seiner Co-Regie, dem Dokumentarfilm "Jeder schweigt von etwas anderem", auch mit diesem gut gespielten Spielfilmdebüt ein paar packende Ansätze.



Foto: Kulbach/Frisbeefilms