Can, ein junger Dealer aus dem deutsch-türkischen Milieu in Berlin-Kreuzberg, sitzt im Gefängnis. Er reflektiert seine gescheiterten Versuche, dieses Milieu zu verlassen. Obwohl seine gegenwärtige Situation trostlos erscheint - seine junge Familie ist zerbrochen - liegt eine erlösende Kraft in der schonungslosen Art, wie er die Situationen analysiert, in denen die Entscheidungen gefallen sind.

Thomas Arslan schildert in ruhigen Bildern und klaren Einstellungen das Leben einer ins kriminelle Milieu verstrickten Person und seine Wandlung zum Individuum, das für seine Vergangenheit Verantwortung übernimmt und darum zukünftig anders handeln kann. In kontrastreichen Bildern mit minimalistischen Mitteln beschreibt der Film den Geisteszustand seiner Hauptfigur: knappe Dialoge, angedeutete Bewegungen, kaum Musik.