An seinem 100. Geburtstag beschließt Allan Karlsson dem langweiligen Altenheim den Rücken zu kehren und büxt durchs Fenster aus. Obwohl er in seinem langen Leben Erstaunliches erlebt hat, scheinen die Abenteuer nicht aufzuhören. Denn er begegnet nun gleich einer ganzen Reihe krimineller Subjekte, kommt zufällig an einen Koffer voller Geld, trifft auf einen Elefanten, lernt einen völlig inkompetenten Polizisten kennen und erzählt einem Bahnwärter aus seinem ereignisreichen Leben, in dem er Franco und Stalin traf, für die Briten spionierte und zahlreiche Brücken und Gebäude sprengte ...

Zugegeben: hier wird das 20. Jahrhundert ganz schön persifliert und vieles doch arg auf die Spitze getrieben. Doch es war klar, dass die Bestseller-Verfilmung nach Jonas Jonasson ebenso erfolgreich sein würde wie die Vorlage. Regisseur Felix Herngren inszenierte die Burleske als spaßiges Roadmovie, bei dem man durchaus schmunzeln kann. Doch letztendlich ist das Ganze eine Aneinanderreihung alberner Klamauk-Situation quer durch die europäische Geschichte, bei dem der trockene Humor der Hauptfigur - Forrest Gump lässt grüßen - meist eher stupide wirkt. Das ist auf Dauer recht ermüdend und nicht wirklich witzig. Hinzu kommt die erkennbar billige Machart, denn die Tricks sind ebenso miserabel wie die Altersmaske. Immerhin macht der schwedische Komiker Robert Gustafsson in der Titelrolle seine Sache ganz gut.



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