Ist Mark Whitacre ein aufrechter US-Bürger oder lediglich ein auf den eigenen Vorteil bedachter notorischer Lügner? Das FBI hält seine Aussagen zunächst für plausibel: Als Mitarbeiter des Agrarkonzerns Archer Daniels Midland (ADM) weiß er von illegalen Preisabsprachen auf internationaler Ebene. Das FBI will Beweise. So zieht Whitacre mit einem im Aktenkoffer versteckten Rekorder los. Was er allerdings verschweigt: Er hat bei ADM selbst Unterschlagungen in größerem Stil getätigt. Darauf angesprochen, verstrickt sich Whitacre mehr und mehr in einem Geflecht aus Falschaussagen, zumal er seine Äußerungen immer wieder abändert ...

Oscar-Preisträger Steven Soderbergh erzählt diesen auf wahren Begebenheiten beruhenden Wirtschaftskrimi bewusst altbacken und ließ so die Vergangenheit wieder aufleben. Allerdings ist ihm das Ganze zu wortlastig geraten, so dass einige Gags im Wust des unentwegten Redeflusses leider untergehen. Matt Damon meistert die Hauptrolle als neurotischer Lügenbold einmal mehr vortrefflich. Dennoch stellt sich hin und wieder ein wenig Langeweile ein.

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