Zuckerfabrikarbeiter Aldo lebt seit sieben Jahren mit Irma zusammen, deren Mann ausgewandert ist. Als sie die Nachricht vom Tode ihres Mannes bekommt, will Irma, die Aldo nicht mehr liebt, ein neues Leben mit einem anderen Mann beginnen. Ihre Entscheidung stürzt Aldo in tiefe Verzweiflung und Einsamkeit. Er begibt sich mit seiner kleinen Tochter auf die Wanderschaft durch die Po-Ebene. Weitere Begegnungen mit Frauen bestätigen nur seine Isolation, die ihn schließlich in den Freitod treibt ...

Michelangelo Antonioni, einer der Großmeister des italienischen Films, drehte ein ergreifendes Psychogramm eines verlassenen Mannes. "Aldo ist ein Mann, der den Kompromiss mit dem Leben nicht findet, weil er ein Mensch mit einer zu großen Seele ist", umreißt Regisseur Michelangelo Antonioni die Hauptfigur seines bewegenden Melodrams, das 1957 bei den Festspielen von Locarno den großen Preis der Kritik gewann. In diesem pessimistischen Werk über ein Außenseiterdasein wirkt sogar die schöne Landschaft völlig trostlos. So spiegelt sich die innere Verzweiflung der Hauptperson nicht in den Worten, sondern vor allem in den Bildern seiner Umgebung wider.

Foto: ARD/Degeto