Alvy Singer hatte schon als Kind seine Probleme mit der Welt und dem expandierenden Universum. Aufgewachsen in einer vielköpfigen jüdischen Familie in Brooklyn, ist er inzwischen ein erfolgreicher TV-Komiker, steckt mit seinen 40 Jahren in einer gepflegten Midlife-Crisis und hat chronische Schwierigkeiten mit den Frauen. Beim Tennis lernt er nach zwei missglückten Ehen und 15 Jahren psychoanalytischer Behandlung die fröhlich-konfuse Annie Hall kennen, Spross einer wohlhabenden Familie, in der nicht nur die Großmutter keine Juden mag. Nach einer halsbrecherischen Fahrt durch New York landen beide im Bett. Alvy findet Annie sensationell, und auch Annie ist zunächst sehr angetan von ihm. Aber mit der Zeit wird Alvy ihr zu anstrengend, und sie setzt sich von ihm ab, zu Alvys Leidwesen ausgerechnet ins sonnige Kalifornien, das er überhaupt nicht mag.

Woody Allens Lieblingsthemen - Liebe, Sex und Tod - in einem autobiographischen, kraftvollen Satirewerk: Die Geschichte nimmt Allen als Anlass über sein bisheriges Leben zu resümieren ("Als mich meine Mutter in "Schneewittchen" mitnahm, verliebte sich jedermann in Schneewittchen - außer mir. Ich liebte die boshafte Königin."). Das Porträt eines New Yorker Intellektuellen wurde 1978 mit vier Oscars ausgezeichnet.

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