Fast alle Kinder empfinden die Trennung ihrer Eltern als bedrohlich und sehr belastend. Ohnmächtig müssen sie zusehen, wie sich Vater und Mutter bekriegen. Viele Kinder verlieren dabei einen Elternteil – zumeist ist es der Vater. So ist es auch Filmemacher Douglas Wolfsberger ergangen. Nach der Trennung von seiner Lebensgefährtin ist ein Streit um die gemeinsame Tochter entbrannt, der Kontakt zu ihr wird ihm verwehrt. Schließlich entscheidet ein Gericht, dass er sich endgültig von seiner Tochter verabschieden soll ...

In seinem sehr subjektiv erzählten Dokumentarfilm schildert Wolfsberger ("Bellaria - So lange wir leben", "Warn Sie schon mal in mich verliebt?) allerdings nicht nur sein eigenes Schicksal, sondern beleuchtet auch das vier weiterer Väter, die ähnliche Probleme haben. Wütend, enttäuscht, traurig, manchmal auch naiv erzählen diese von den Konsequenzen gescheiterter Beziehungen. Sicher machen diese Geschichten betroffen, doch zu einseitig bleibt die Darstellung der leidenden Väter.



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