Adenoid Hynkel herrscht in Tomanien, einer Mischung aus Operetten- und Polizeistaat mit jüdischen Ghettos, und plant den Einmarsch ins Nachbarland Austerlich. Dagegen formiert sich in Gestalt des altgedienten Offiziers Schultz heimlicher Widerstand. Schultz sucht gerade im jüdischen Ghetto Unterstützung für seine Attentatspläne. Der kleine Barbier, der dem Diktator zum Verwechseln ähnlich sieht, soll dabei eine entscheidende Rolle spielen ...

Charlie Chaplin in der Rolle des Diktators Hynkel und des jüdischen Barbiers, der zufällig ein Doppelgänger des Despoten ist und in die Rolle des Machtbessenen schlüpft. Als Regent gibt der Barbier einen enthusiastischen Appell für Menschlichkeit, Frieden und Gerechtigkeit zum Besten. Ein geniales Meisterwerk der Satire, nicht nur wegen der vortrefflichen Karikierung Hitlers. Seinerzeit liefen die Konservativen ganz Amerikas gegen die Produktion des Films Sturm, denn sie hielten Hitler für einen großen Politiker. Als dann tatsächlich der Krieg ausbrach, dauerte den gleichen Leuten die Nachproduktion zu lange. Später geriet Chaplin in die Fängen des Kommunistenjägers Joseph McCarthy und wurde des Landes verwiesen.

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