"Schönheit setzt Charakter voraus", sagte einmal der 1926 in Leipzig geborene Fotograf Günter Rössler, der als Aktfotograf in der DDR Karriere machte. Seine vollkommen natürlich anmutenden Models zierten die Cover von Modezeitschriften wie "Sibylle" oder "Modische Maschen", 1984 veröffentliche sogar der Playboy eine zehnseitige Fotostrecke Rösslers. Nach der Wende ging seine Karriere weiter, er baute eine Model-Agentur auf und noch bis kurz vor seinem Tod im Dezember 2012 war der 88-jährige von schönen Frauen umringt, die er immer noch mit Leidenschaft ablichtete ...

Filmemacher Fred R. Willitzkat lässt in seinem etwas uninspiriert wirkenden, weil doch reichlich oberflächlichen Dokumentarfilm das Leben des Günter Rössler nicht nur Revue passieren, sondern zeigt seinen Protagonisten auch bei der Arbeit. Daneben führte Willitzkat zahlreiche Interviews mit ehemaligen Models des berühmten Aktfotografen, die ein lebendiges Bild der damaligen Verhältnisse zeichnen. So kommt u. a. auch Rösslers zweite Frau Kirsten Schlegel, die von ihm als Model entdeckt wurde und ihn im Alter von 77 Jahren noch einmal zum Vater einer Tochter machte, zu Wort.



Foto: Salzgeber