Manche Dinge sind so schräg, dass man sie kaum glauben mag. Stellen Sie sich vor, ein amerikanischer Offizier kommt zu ihnen und behauptet, dass in ihrem Dorf eine NATO-Sicherheitskonferenz stattfinden soll. Man glaubte dem Hochstapler Torsten S., der örtliche Autohändler bot sofort seinen Fuhrpark an, das Computergeschäft stellte die besten Rechner zur Verfügung. Oder wie muss man auftreten, um hochrangigen Vorstandsmitgliedern einer deutschen Versicherung eine Reise zum Mond aufzuschwatzen? Jürgen H.hat es getan, auch er ist ein professioneller Lügner und Aufschneider - ein Hochstapler...

Von diesen und zwei anderen Betrügern handelt der Dokumentarfilm von Regisseur Alexander Adolph. Er hat vier inzwischen verurteilte Hochstapler dazu überreden können, ihre unglaublichen Geschichten preiszugeben. Entstanden ist ein Kammerspiel über das Lügen, Betrügen und die große Gier. Zugleich ist es auch ein Lehrstück über eine Gesellschaft, in der die Aussicht auf das schnelle Geld selbst die cleversten Menschen dazu bewegt, die abenteuerlichsten Geschichten zu glauben. Der "Der Hauptmann von Köpenick" lässt grüßen!

Foto: Majestic