Der fesche Kellner Karl ist im Strandhotel eines Ostseebades äußerst beliebt. Aber diesen Beruf will er nicht für immer ausüben, er schmiedet große Pläne für die Zukunft. Bevor er aber nicht genug Kapital beisammen hat, möchte er auch nicht seine Verlobte Grete, die Tochter des Hotelbesetzers, heiraten. Da kommt es ihm sehr gelegen, dass er für die Wintersaison ein Engagement nach Berlin erhält - ins beste Weinlokal der Stadt. Kaum hat er seine Stellung in Berlin angetreten, erhält er durch eine Reihe glücklicher Umstände Eintritt in die beste Berliner Gesellschaft. Das ist ein Leben nach Karls Geschmack: feine Herren, tolle Frauen, bestes Essen und jeden Abend neue Bekanntschaften. Nur darf er natürlich Niemandem erzählen, welchen Beruf er in Wahrheit ausübt, zumal die reiche Lu Donon eine Auge auf ihn geworfen hat. Seine Verlobte Grete vergisst der schöne Karl darüber völlig und es sind einige Anstrengungen nötig, um den frisch gebackenen Lebemann auf den rechten Weg zurückzuführen ...

"Die Umwege des schönen Karl" war die zweite Zusammenarbeit von Regisseur Carl Froelich und seinen Hauptdarsteller Heinz Rühmann, der im Jahr zuvor schon für Froelichs "Wenn wir alle Engel wären" vor der Kamera gestanden hatte. In dem Lustspiel, das auf dem gleichnamigen Roman von Paul Enderling basiert, überzeugt Heinz Rühmann als fescher und spitzbübiger Kellner, der den Verlockungen des süßen Großstadtlebens der den Nationalsozialisten verhassten Weimarer Republik (die hier auch entsprechend dargestellt wird) erliegt, aber am Ende doch noch auf den "rechten Weg" zurück findet. Regisseur Froelich, seit 1933 Mitglied der NSDAP und von 1939 bis 1945 sogar Präsident der Reichspropagandaminister Joseph Goebbels unterstellten Reichsfilmkammer, drehte 1941 erneut mit Rühmann die von der Zensur arg verstümmelte Komödie "Der Gasmann".

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