Während der Dreharbeiten zu einem schmalzigen Melodram - die Frau eines jungen Mannes brennt mit dem Schwiegervater durch - hat der Regisseur des Streifens ständig mit Widrigkeiten zu kämpfen: Nicht nur die üblichen, technischen Pannen oder die organisatorischen Fehler machen ihm zu schaffen, sondern auch die menschlischen Verwicklungen rund um den Dreh. Die Launen der Stars nerven ebenso wie die extravaganten Wünsche. Dann kommt auch noch der Hauptdarsteller bei einem Unfall ums Leben. Doch mit Geduld und vor allem seiner fähigen Assistentin gelingt es dem Regisseur ständig Lösungen für die Probleme zu finden...

Regisseur François Truffaut spielt hier den Regisseur auch vor der Kamera. Diese wundervolle Hommage ans Filmemachen gewann den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film. Bekannt als Filmkritiker und Mitbegründer der Nouvelle Vague kreierte der Meisterregisseur einen Film, der zeigt, wie das Filmemachen funktioniert, welche heiteren und schwierigen Momente sich dabei ergeben und wie das Kino Illusionen erzeugt. Der Titel selbst spielt bereits auf das Sujet an: 'Die amerikanische Nacht' ist die Bezeichnung für ein technisches Verfahren, bei dem sich mittels eines Filters die Tagesaufnahmen in Nachtsszenen verwandeln. Truffaut zeichnet das Bild eines Regisseurs, der sich wie eine Mutter um seine Stars kümmert, wie ein Psychologe mit ihren Problemen beschäftigt, jedoch am Drehort hart arbeitet und seine Kreativität umzusetzen versucht. Die Schauspieler erscheinen wie liebesbedürftige Kinder, die zwischen Film und realem Leben kaum zu unterscheiden wissen und die ihre Gefühle leichter in der fiktiven Welt darstellen als diese in der Realität ausleben können.