Arzt Sebastian hat ein durchaus gutes Verhältnis zu seinem Sohn Arthur, der wiederum eine offenbar harmonische Beziehung mit seiner Freundin Julia pflegt. Ganz anders sieht dies bei der bulgarischen Raumpflegerin Jana aus. Sie kommt mit ihrer Tochter Vera schwer zurecht, bevormundet sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit und drängt sie dazu, ein Studium in Berlin aufzunehmen. Eines Abends geht Vera gemeinsam mit Arthur und Julia zum Public Viewing, nachdem ihre Mutter nur widerwillig zugestimmt hat. Als die Jugendlichen am nächsten Tag nicht wieder auftauchen, macht sich Jana große Sorgen, während Sebastian das Ganze noch recht entspannt sieht. Dennoch stimmt er zu, mit Jana nach den Kindern zu suchen ...

Hätte sich Langfilmdebütantin Sylvie Michel-Casey stärker auf die Jugendlichen oder auf die Eltern konzentriert, wäre ihr vielleicht ein packendes Drama gelungen. So bleibt es eine unausgegorene Mischung aus Jugendporträt, Elternängsten, Alltagbeschreibungen und Bildern sozialer Unterschiede und Gegebenheiten. Vieles bleibt zudem behauptet oder gar völlig offen. Spannend ist das nicht.



Foto: Neue Visionen