Rund 1000 Bewerber sprechen jährlich bei der renommierten "Ernst-Busch"-Schauspielschule in Berlin vor. So unterschiedlich die jungen Menschen auch sind, ein Wunsch beseelt die "kleinen Haie" alle: Schauspieler werden! Drei Bewerberinnen hat Andres Veiel besonders intensiv mit der Kamera beobachtet. Sein Film ist ein erstes Zwischenergebnis einer auf fünf Jahre angelegten Langzeitbeobachtung, in der der Weg dieser drei Bewerberinnen von ihrer Aufnahmeprüfung bis zum ersten Engagement begleitet werden soll. En passant erzählt "Drei von Tausend" über das Erwachsenwerden und zeichnet damit das Portrait von 18- bis 23-Jährigen.

Die drei "kleinen Haie" - wie all die jungen Frauen und Männer genannt werden, die sich Jahr für Jahr an einer der wenigen Schauspielschulen prüfen lassen - das sind Darina, Mandy und Constanze. Darina ist 25 und damit eigentlich bereits zu alt für eine Schauspielschule, sie hat zuvor - auf Wunsch ihres Vaters - Ökonomie studiert. Ihre Bewerbung ist ihre letzte Chance. Mandy (19) spielt bereits in einer professionellen Theatergruppe. Der Regisseur weiß von ihrer Bewerbung und nimmt sie besonders hart dran. Constanze ist 18. Seit sie zwölf ist weiß sie, dass sie Schauspielerin werden muss. Sie hat sich nur an der "Ernst-Busch"-Schule beworben und setzt alles auf eine Karte. "Kleine Haie" lautete denn auch der Titel der Sönke Wortmann-Komödie von 1992 zu genau diesem Thema, das auf der Bühne eine kongeniale Entsprechung in dem Erfolgsmusical "A Chorus Line" fand.