Ein kleines Dorf irgendwo in Schweden: Hier lebt die 21-jährige Muslima Raša, die in der örtlichen Nahrungsmittelfabrik arbeitet. Von morgens bis abends verpackt sie Salate in dafür vorgesehene Plastikfolie. Und wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommt, muss sie sich um ihren Vater kümmern, der gesundheitlich angeschlagen ist. Trotzdem ist Raša mit ihrem Leben halbwegs zufrieden - bis zu dem Tag, an dem sie entlassen wird …

Die aus Stockholm stammende Filmemacherin Gabriela Pichler weiß, wovon sie hier berichtet, arbeitete sie doch eine ganze Zeit lang in einer Keksfabrik, bevor sie sich entschloss, Regisseurin zu werden. Mit diesem stellenweise recht bitteren, mehrfach ausgezeichneten Mix aus Drama und Milieustudie legte sie ihr Langfilmdebüt vor, dass sie nach eigenem Buch in Szene setzte. Newcomerin Nermina Lukac, die von der European Film Promotion (EFP) 2012 zum "Shooting Star 2013" gewählt wurde, setzt in ihrer ersten Kinorolle als junge Muslima darstellerische Akzente. "Eat Sleep Die" wurde 2013 mit vier schwedischen Filmpreisen ausgezeichnet: ein Guldbagge ging an Lukac, Gabriela Pichler wurde für die beste Regie und das beste Buch ausgezeichnet und China Åhlander als Produzentin für den besten Film.



Foto: Eclipse