Der Junge Yannis lebt auf einer griechischen Insel bei seinem strengen, aber dennoch liebenswerten Vater. Als Yannis einem Kapitän ein paar Flaschen Selbstgebrannten verkaufen soll, entdeckt er an Bord des Schiffes einen ärmlich aussehenden Jungpelikan. Da er das Tier gleich in sein Herz geschlossen hat, tauscht er es gegen den Glücksbringer seiner verstorbenen Mutter ein und versteckt den Vogel vor seinem Vater. Doch aus dem grauen Fiesling wird schnell ein riesiger, stets hungriger Vogel, der sich kaum noch verstecken lässt und vor allem – gar nicht versteckt werden will. Als der Pelikan mal wieder ausgebüxt ist, begeistert das schöne Tier einige Touristen derart, dass sie sogar ein paar Münzen springen lassen, um mit dem Tier fotografiert zu werden ...

Leider ist dieses moderne Märchen für Kinder derart schlecht inszeniert, dass man als Erwachsener schnell das Weite suchen möchte. Zudem erweist sich der Pelikan noch als der beste Schauspieler. Sogar Regie-Kollege Emir Kusturica liefert als Vater des Jungen eine äußerst dürftige, weil extrem klischeebeladene Darstellung. Dass Regiedebütant Oliver Horlait zuvor bei Größen wie Milos Forman oder Luc Besson als Assistent tätig war, merkt man keine Sekunde. So jagt hier ein überkonstruierter schlechter Gag den nächsten – zum Haare – Verzeihung - Federn raufen!



Foto: Neue Visionen