Johanna und Benjamin wollen auf dem Weingut ihrer Mutter Gabrielle heiraten. Doch das Fest steht unter keinem guten Stern. Die Brauteltern streiten sich über die Finanzierung der Feier, und Trauzeuge Alex, Benjamins bester Freund, hat die Trauringe verloren. Außerdem ertappt Alex seine Frau dabei, wie sie ihn mit einem Arzt betrügt - worauf der Eklat gerade noch abgewendet werden kann. Doch als die Braut erfahren muss, dass ihr Zukünftiger in der Nacht zuvor von einem Transvestiten verführt wurde, ist das Maß voll. Noch ehe sie sich ihr Ja-Wort geben können, sind Braut und Bräutigam bereits wieder geschieden ...

Autorenfilmerin Valérie Guignabodet ("Monique") lässt in ihrer dialogstarken, typisch französischen Heiratskomödie zunächst kein gutes Haar an der Institution Ehe: "Liebe macht blind, die Ehe lässt dich wieder sehen", lautet eine der zahlreichen bitteren Pointen. Aber dank der Fülle liebevoll beobachteter Figuren und eines großartigen Ensembles – mit einer herausragenden Miou-Miou – gelingen der sympathischen Tragikomödie immer wieder ebenso unerwartete wie herzerwärmende Wendungen. Wenn am Ende die Braut im weißen Kleid mit dem Rasiermesser ihres Vaters auf einer hohen Klippe steht, hält der Zuschauer zunächst den Atem an, um im nächsten Moment schallend zu lachen: Französisch für Fortgeschrittene.

Foto: Universum