Eigentlich ist Henry Chinaski noch jung. Doch er ist das, was man in einer erfolgsorientierten Gesellschaft schlechthin als Loser bezeichnet. Durch seine ständige Sauferei verliert er schnell jede gerade erworbene Gelegenheitsarbeit. Er selbst sieht sich als Literat, dessen Genie nur noch niemand erkannt hat. So schreibt er unentwegt von seinen Erlebnissen, seinem Leben mit der Alkoholikerin Jan oder der hübschen Laura, die sich von einem Millionär aushalten lässt ...

Hier wird schon nach wenigen Minuten klar, dass die Vorlage nur von einem stammen kann: Charles Bukowski. Tatsächlich orientierte sich Regisseur Bent Hamer ("Eierkopf", "Kitchen Stories") an dem gleichnamigen Roman des Underdog-Schriftstellers. Doch das Ganze wirkt zu sehr wie die Vorstellung eines Bildungsbürgers von den Niederungen des menschlichen Daseins. Die Schauspieler geben ihr Bestes, doch Werke wie etwa "Barfly" wirkten ehrlicher. So plätschert die episodenhaft erzählte Story des vermeintlichen Verlierers ohne Höhen vor sich hin, wiederholen sich sogar ständig Szenen. Doch einen vagen Eindruck von Bukowskis Werk vermittelt sie dennoch.

Foto: Pandora