Für Bärbel Sonntag scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen, als sie kurz vor ihrem 60. Geburtstag den Vorvertrag für eine Immobilie auf Mallorca unterschreibt. Ihre drei Kinder sind längst erwachsen und aus dem Haus und ihr Mann Franz hat sich gerade in den Ruhestand verabschiedet, so dass einem Neuanfang auf der Sonneninsel nichts im Wege steht. Doch allzu schnell wird ihr klar, dass sie die Rechnung ohne ihre Familie gemacht hat: Franz kann sein Rentnerdasein nicht genießen – täglich beobachtet er mit einem Fernglas sein ehemaliges Autohaus. Noch dazu plagen die Kinder Karo, Robert und Moni sowohl private wie berufliche Probleme, die alle drei veranlassen, ins vermeintlich geborgene Elternhaus am Ammersee zurückzukehren ...

Wie die kleinen und die großen Probleme des Lebens die Pläne eines Ehepaars in den besten Jahren mitunter erheblich beeinflussen können, wollte Regisseur Ulli Baumann ("Verloren auf Borneo") wohl in seiner prominent besetzten Komödie zeigen. Doch die kommt einfach zu unglaubwürdig daher. Denn dass sich gleich alle drei erwachsenen Kinder als absolute Loser herauskristallisieren, die dann auch noch alle drei ins Elternhaus zurückkehren, ist wenig glaubhaft. Zwar inszenierte Baumann den vorhersehbaren Spaß nach dem Drehbuch von Kirsten Peters ("Die Westentaschenvenus") mit leichter Hand, doch so überzogen wie die Charakterenzeichnungen sind auch die Späße, über die man nicht lachen kann.

Foto: ZDF/Hagen Keller