Die letzten Sommertage halten Einzug in das Seendreieck des Vielitzsee, Gudelacksee und des Wutzsee rund 60 Kilometer nördlich von Berlin. Hier arbeitet die Fischwirtin Rosa, die mir ihrem Boot über die drei Seen wacht, die Reusen kontrolliert und illegalen Fischfang verhindert. Rosa ist ist mit einer erfolgreichen Architektin Kirsten zusammen, die sich vor einiger Zeit einen Traum erfüllt und einen Bungalow direkt am See gebaut hat. Als Rosa bei einer ihrer Kontrollfahrten die jungen Berlinerinnen Evi und Olivia im Naturschutzgebiet aufgabelt, besteht Kirsten darauf, dass die beiden das Wochenende bleiben ...

Regisseur Zoltan Paul ("Gone”, "Unter Strom") taucht hier in das Beziehungsgeflecht von zwei lesbischen Pärchen, die durch Zufall ein Wochenende miteinander verbringen. Lediglich nach einer Drehbuchskizze Pauls inszeniert, formten die vier Darstellerinnen ihre Rollen erst während der Dreharbeiten aus, so dass vieles improvisiert und wenig fundiert erscheint. Zwar ist das Ganze recht ordentlich gespielt, die Lebensentwürfe der vier Protagonistinnen bleiben aber schemenhaft und die Auseinandersetzungen mit Träumen, Zielen und Ansprüchen wirken deshalb immer ein wenig aufgesetzt und blutleer. Dafür entschädigen die gelungenen Bilder der idyllischen Seenlandschaft von Kameramann Fabian Spuck.



Foto: Salzgeber