Schriftsteller David hat schon bessere Zeiten gesehen. Seitdem der Erfolg ausblieb, ist er der Welt mehr und mehr entrückt und leidet an einer Schreibblockade. Als er eines Tages der Verlegerin Alma über den Weg läuft, die wegen einer lange zurückliegenden Abtreibung immer wieder an Selbstmord denkt, macht er diese und sich selbst kurzerhand zu den Protagonisten seines neuen Romans. Dem Roman folgend entspinnt sich zwischen den beiden eine fatale Leidenschaft mit tödlicher Konsequenz...

Der ungarische Schauspieler, Autor und Musiker Zoltan Paul Pajzs Freiherr von Rácalmás, kurz Zoltan Paul, zeigt in seinem Regiedebüt Menschen am Abgrund ihres Daseins. Das Drama ist handwerklich recht ordentlich gemacht, Paul benutzt schnelle und grelle Schnitte, um die Erinnerungen seiner beiden Protagonisten ins Bild zu setzen. Auch die schauspielerischen Leistungen von Adele Neuhauser und Christoph Gareissen als Adele und David sind sicher nicht schlecht. Trotzdem fällt es dem Zuschauer schwer, sich in das kaputte Seelenleben der beiden zu versetzen, alles bleibt fremd und hoffnungslos. Wer auf destruktive und depressive Weltuntergangsstimmung abfährt, sollte den Film nicht verpassen!

Foto: Atoll Film