Frank Nitzche ist ein engagierter und furchtloser Anwalt, der sich vor allem der Verteidigung von Todeskandidaten angenommen hat. Nachdem sein bis dahin letzter Klient zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt worden ist, verliert Frank endgültig den Glauben an das US-amerikanische Rechtssystem, legt seine Arbeit nieder und findet bald eine andere, um vieles lukrativere Einnahmequelle. Frank verkauft Briefe von zum Tode Verurteilten kurz nach ihrer Hinrichtung an die Presse, ein letztes Vermächtnis quasi, das stets für großes Aufsehen sorgt und darüber hinaus noch großzügig entlohnt wird. Dabei stößt Frank auf Charlotte Gory, eine attraktive, junge Frau, die wegen Kindesentführung und Mordes zum Tode verurteilt worden ist. Obwohl die Leiche des entführten Kindes nie gefunden wurde und die Beweislage mehr als dürftig ist, hat der Oberste Gerichtshof bereits zwei Gnadengesuche abgelehnt, die Hinrichtung soll in wenigen Tagen vollstreckt werden. Auf Drängen der Todeskandidatin sucht Frank sie in ihrer Todeszelle auf und verliebt sich Hals über Kopf in die vermeintliche Kindesmörderin. Er ist von ihrer Unschuld überzeugt und setzt nun alles daran, das vermisste und tot geglaubte Kind zu finden ...

Ein raffiniert konstruierter Mix aus Liebesgeschichte und Kriminalstory von Bille August ("Goodbye Bafana"), der mit einem überraschenden Ende aufwartet. August verfilmte hier die Drehbuchvorlage von Neal Purvis und Robert Wade, die auch die Bücher für die beiden Bond-Streifen "James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug" und "James Bond 007 - Casino Royale" schrieben. Getragen wird der Film allerdings von den durchweg sehenswerten darstellerischen Leistungen, besonders Connie Nielsen als Todeskandidatin und Aidan Quinn als Anwalt Frank Nitsche wissen zu überzeugen.

Foto: ZDF