Ein "Green Room" bezeichnet im englischen Sprachgebrauch einen Raum, in welchem sich Künstler zwischen, nach oder vor Auftritten aufhalten. Punker Pat (Anton Yelchin) befindet sich mit seiner Band "The Ain't Rights" auf Tour durch den Nordwesten der USA, als er in einem solchen Wartezimmer durch die Hölle geht.

Was als kleine Vorstellung vor einer Gruppe von unscheinbaren Bewohnern eines Dorfes begann, wird schnell zu einem Kampf ums Überleben. Denn die Konzertgäste entpuppen sich als Mitglieder einer rechtsradikalen Vereinigung, die vor den Augen der "The Ain't Rights" einen Mord begeht.

Da der Führer der Truppe, der charismatische Darcy (Patrick Stewart), keine Zeugen duldet, geraten die Punker ins Visier der Extremisten und eine erbarmungslose Jagd beginnt.

Schock und Intensität

Im neuen Psychothriller von Drehbuchautor und Regisseur Jeremy Saulnier zeigt sich Sir Patrick Stewart, der als "Picard" und "Professor X" eigentlich auf Helden gebucht ist, in einer ungewohnt schockierenden Rolle. Als Kopf einer Bande von Skinheads macht der Brite aber einen überzeugenden Job und sorgt mit seiner ruhigen und tiefen Stimmlage für Gänsehaut-Momente.

Der Streifen ist sehr intensiv und zieht den Zuschauer mit einer direkten sowie distanzlosen Bildführung durch Kameramann Sean Porter, die dem erbitterten Zweikampf zwischen Stewart und seinem designierten Opfer Anton Yelchin gerecht wird, in seinen Bann. Der noch unbekannte Saulnier beweist mit dem packenden und stimmigen Szenario, dass in Zukunft mit ihm zu rechnen ist.

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