"Wenn das 20. Jahrhundert ein Idol hervorgebracht hat, das es mit der Venus von Milo aufnehmen kann, dann Greta Garbo." So hieß es in einem Nachruf der "Süddeutschen Zeitung" auf die große schwedische Schauspielerin, als sie am 15. April 1990 starb. Der schwedisch-amerikanische Dokumentarfilm geht dem Leben und der Karriere der "Göttlichen" nach, von ihren bescheidenen Anfängen in ihrer Heimat Schweden bis hin zu ihren großen Triumphen in Hollywood. Neben vielen seltenen Fotos dokumentieren Filmausschnitte (u.a. aus "Gösta Berling", "Die freudlose Gasse", "Es war", "Anna Karenina", "Königin Christine", "Ninotschka") die wichtigsten Stationen in der künstlerischen Laufbahn des legendären Stars.

Greta Lovisa Gustafsson - so lautete ihr eigentlicher Name - hatte ihre ersten Auftritte vor der Kamera als Hut-Modell und in kleinen Werbefilmen. Mit 17 begann sie, Schauspielunterricht zu nehmen. In der Verfilmung von Selma Lagerlöfs Roman "Gösta Berling" spielte sie ihre erste größere Rolle. Über Deutschland, wo sie unter Georg Wilhelm Pabsts Regie den berühmten Stummfilm "Die freudlose Gasse" drehte, brachte sie ihr Entdecker Mauritz Stiller nach Hollywood. Stiller scheiterte dort als Regisseur, während sie zum umjubelten Weltstar aufstieg. Ihre Erfolge und Schwierigkeiten in und mit Hollywood, ihre frühe Romanze mit John Gilbert, dem damals bestbezahlten Star der Traumfabrik, und ihre Auseinandersetzung mit Amerika stehen im Mittelpunkt dieses ungewöhnlich umfassenden Porträts einer lange gefeierten und später vereinsamten Frau, die zur perfekten Projektionsfläche vieler unerfüllter Wünsche wurde.