Der skrupellose Baulöwe Eduardo Nottola wirtschaftet als Stadtrat in seine eigene Tasche. Als in Neapel ein nachlässig gesicherter Altbau neben einer seiner Baustellen einstürzt und mehrere Bewohner unter sich begräbt, versuchen die politischen Gegner im Stadtparlament, Balsamo vom "Zentrum" und der "Linke" De Vita an ihrer Spitze, dem Baulöwen das Handwerk zu legen und bringen Korruption und Bestechungen ans Licht. Die Presse wird auf ihn aufmerksam, aber Nottola ist gerissen und mächtig...

Gemeinsam mit seinem Jugendfreund Raffaele La Capria verfasste Regisseur Francesco Rosi ("Chronik eines angekündigten Todes", "Lucky Luciano", "Wer erschoß Salvatore G.?"), der selbst aus Neapel stammt, das Drehbuch zu "Hände über der Stadt", einem Film, der damals wie heute von größter Realitätsnähe ist. Rosi selbst schrieb über den Film: "Die im Film auftretenden Personen und dargestellten Ereignisse sind fiktiv, authentisch aber sind die soziale Realität und die Lebensbedingungen, die sie hervorbringen." Bewusst zeichnete Rosi die Protagonisten weniger als individuelle, psychologische Charaktere, sondern als Träger öffentlicher Rollen in einem politischen System. Die Rolle des Bauunternehmers Nottola besetzte er mit dem Hollywood-Star Rod Steiger. "Hände über der Stadt", der bei seinem Erscheinen heftige Diskussionen auslöste und von der "Linken" als reformistisch kritisiert wurde, erhielt mehrere Auszeichnungen, unter anderem einen Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig 1963.