Nach neunjähriger Haft wird der New Yorker Mafia-Boss Lucky Luciano 1946 vorzeitig entlassen und in seine italienische Heimat abgeschoben. In Neapel führt er ein offenbar ruhiges und unbescholtenes Leben. Bald jedoch kommt der Verdacht auf, dass Luciano inzwischen ein neues Gangstersyndikat mit florierendem Drogenhandel aufgebaut hat. Der Chef der US-Rauschgiftbehörde, Charles Siragusa (der sich selbst spielt), ist von Lucianos Schuld überzeugt und zwingt Luckys Verbindungsmann Gene, als Spitzel für ihn zu arbeiten. Doch bevor der offiziell gegen Luciano aussagen kann, wird er erschossen. Jahrelang kann weder die amerikanische noch die italienische Justiz Luciano etwas nachweisen; erst als sich der Verdacht erhärtet, dass er Heroin über Spanien nach Italien einzuschmuggelt, wird er verhaftet. Doch damit ist der Kampf noch nicht gewonnen ...

Francesco Rosi legt in seinem biographischen Film großen Wert darauf, die Wechselwirkungen zwischen zwei mächtigen Systemen aufzuzeigen. Da ist der Staat auf der einen Seite, die Mafia auf der anderen. Und längst nicht immer ist klar, wer der Stärkere ist. Gian Maria Volonté brilliert in der Titelrolle, Rod Steiger gibt eine amüsante Vorstellung als prolliger Spitzel, der bei den erotischen Fresken in Pompeji ganz aus dem Häuschen gerät.

Foto: WDR/Degeto