Als die übergewichtige Krankenschwester Martha über einen Singleclub den spanischen Immigranten Ray kennen lernt, entwickelt sich zwischen den beiden eine ungewöhnliche Beziehung: Ray gesteht Martha, dass er alleinstehende Frauen, die er in Singleclubs kennen lernt, aufsucht, um sie auszurauben. Aus Liebe zu Ray ist Martha bereit, ihn bei dieser "Aufgabe" zu unterstützen, indem sie sich als seine Schwester ausgibt. Nachdem Martha ihren Job im Krankenhaus verloren hat, zieht das Paar durch die USA. Ray heiratet nacheinander verschiedene Frauen, die er anschließend zusammen mit Martha bestiehlt. Obwohl es sich bei den Hochzeiten um reinen Heiratsschwindel handelt, hat Martha ihre Eifersucht kaum im Griff und bringt schließlich eine von Rays "Ehefrauen" um. Eine Vorgehensweise, an der auch Ray Gefallen findet...

"The Honeymoon Killers" ist das einzige Spielfilmprojekt von Leonard Kastle, der abgesehen davon keine Spuren in der Filmwelt hinterlassen hat. Der Kriminalfilm wurde 1970 beim Festival von Pesaro in Italien zum ersten Mal vorgeführt und löste aufgrund seiner authentisch wirkenden Mordszenen und seiner kalten, depressiven Atmosphäre, die durch die Schwarz-Weiß-Ästhetik noch verstärkt wird, beim Publikum einen Schock aus. Die Geschichte des mörderischen Paares beruht auf wahren Begebenheiten: Zwischen 1947 und 1949 ermordete ein Liebespaar in den USA zahlreiche alleinstehende Frauen. Das kriminelle Paar, das 1951 auf dem elektrischen Stuhl starb, wurde später als "Lonely Hearts Murders" bezeichnet. 2006 entstand übrigens das Remake "Lonely Hearts Killers" mit Salma Hayek.

Foto: ZDF/Oliver Wood