In einer Wiener Vorstadtsiedlung spielen offenbar die Bewohner verrückt: Ein älterer Mann verbarrikadiert sich in seinem Haus, nachdem er erst einmal den Rasenmäher angeschmissen hat. Im gleichen Haus lebt eine Ehepaar, das schon seit Jahren nicht mehr miteinander redet. Derweil wird eine Lehrerin von ihrem Liebhaber und dessen Freund brutal in ihrer Wohnung gedemütigt...

Was der österreichische Regisseur Ulrich Seidl ("Tierische Liebe", "Models") hier zeigt, ist ein derbes, fast schon abschreckendes Porträt einer typischen Vorstadtsiedlung und deren Bewohner. Da er auch in den intimsten und peinlichsten Situationen die Kamera draufhält, geht vieles des schamlos Gezeigten weit über die Schmerzgrenze. Die Jury in Venedig fand das überzeugend und vergab an "Hundstage" 2001 den Großen Preis.